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Künstlerische Aktionen

Die öffentliche Anerkennung für Ilse Harms-Lipski geht über ein rein künstlerisches Wirken hinaus und steht in engem Zusammenhang mit gesellschaftlichen Aktionen, für die sie häufig auch ihre Fähigkeiten als Künstlerin einbrachte.

So wurden mit der Verleihung des Kulturpreises durch die Stiftung Herzogtum Lauenburg 1979 und mit der Auszeichnung der Stadtplakette durch den Magistrat der Stadt Ratzeburg 1987 nicht nur das künstlerische Schaffen von Ilse Harms-Lipski gewürdigt, sondern ebenso ihr Einsatz für Natur und Umwelt. Dieses Engagement fand seinen Niederschlag in der Auseinandersetzung mit Umweltproblemen in kritischen Bildern sowie Plakaten , die im Rahmen der vielfältigen umweltpolitischen Aktitvitäten der Künstlerin entstanden.

In seiner Laudatio zur Verleihung des Kulturpreises der Stiftung Herzogtum Lauenburg hob der damalige Schulrat Hans Jürß das Engagement der Künstlerin für die Umwelt hervor. Ebenso erinnerte Jürs an Ilse Harms-Lipskis aufsehenerregendes Projekt zur Erhaltung der alten Domkaserne, als sie 1978 mit einer Malklasse der Volkshochschule 48 großformatige Fensterbilder gestaltete, die dem verfallenden Gebäude auf der Domhalbinsel wieder Glanz verliehen. Diese Aktion sei, so Jürß, symptomatisch für den Künstler und Menschen Ilse Harms-Lipski. „Sie ist engagiert als betroffener Mitmensch und als Künstlerin – und so sind auch diejenigen ihrer Bilder zu verstehen, um die es vor allem geht.“ Mit dem Homo ludens einher gehe der Homo politicus, führte der Redner weiter aus. „Die Akzentuierung ist sicher unterschiedlich, aber es entstehen Bilder, herausgefordert durch unsere Zeit und herausfordernd für uns als Zeitgenossen.“

In Verbindung mit der Rettungsaktion für die Domkaserne, Umweltaktivitäten wie der Pflanzung eines Bürgerwaldes an der Heinrich-Hertz-Straße und zahlreichen Ausstellungen über Ratzeburg hinaus erfolgte 1987 die Verleihung der Stadtplakette der Stadt Ratzeburg. Bürgervorsteher Rolf Lange verwies in seiner Rede anläßlich der Auszeichnung auf die Verdienste, die sich Ilse Harms-Lipski durch ihr ökologisches, gesellschaftliches und kulturelles Wirken für die Stadt erworben hatte und sagte bei der Überreichung der Plakette an die Künstlerin: „Die jährliche Verleihung der Verdienstplakette bekundet, wie begnadet unsere Heimatstadt ist, wenn sie Persönlichkeiten ihres Zuschnitts in ihren Mauern weiß.“